Philosophie- braucht man sie?

Hallo Leute,

hier mein erster Eintrag im bei myblog. Eine kurze Einführung für all die, die wissen wollen wie ich ausgerechnet heute dazu kam:

Französischunterricht Jahrgangsstufe 13, Thema: Philosophische Überlegungen von Albert Camus! Also, ich weiß ja nicht wie es euch dabei so geht, aber ich habe schon bei manchen phil. Texten auf Deutsch so meine Probleme und musste mich in die französische Fassung erst mal reinfuchsen! Nach einer abendlichen Flucher-stunde über die komplizierte Ausdrucksweise des guten Herren hab ich dann einfach mal wieder die heutige Stunde abgewartet! Und ich kann nur resultieren: Der Mann redet diffuses Werk! Aber das war nicht mein eigentliches Anliegen, euch heute was über "le Mythe de Sisyphe" zu erzählen! Eigentlich geht es mir mehr über die Philosophie im Allgemeinen!

Was ich an Philospophie überhaupt nicht leiden kann ist die ständige Frage nach dem: "Warum sind wir hier? Wodrin besteht der Sinn des Lebens?" Meine Frage darauf: "Warum muss ich wissen, warum ich hier bin? Reicht es nicht, hier zu sein und das zu genießen, was man hat?" Mal ganz ehrlich, warum belasten sich Menschen mit dieser Frage? Man macht sich ja schon so seine Gedanken über das Leben und die Gründe, weswegen man da ist! Man unterhält sich darüber, nimmt Meinungen anderer an oder hinterfragt diese kritisch! Völlig ok! Ich sage auch nicht mal, dass alle Philosophen ihrer Zeit vergeuden! Im Prinzip interessiert es mich sogar, was andere so über das Leben und seinen Sinn denken! Ihr fragt euch also: Worüber regt sie sich dann auf? Naja, im Prinzip rege ich mich nicht auf! Es ist nur so, dass ich komischerweise in letzter Zeit immer wieder mit diesen Fragen beschäftigt werde.

Wichtig sind auch Fragen wie "Gibt es einen Gott?" Das Problem dabei ist nur, dass wir darauf wohl zu Lebzeiten nie eine Antwort finden werden! Ich habe im Moment eine Einstellung zum Leben die in etwa besagt: Genieße dein Leben! Du hast keine Ahnung ob danach noch etwas kommt und deine jetzige Existenz is verhältnismäßig kurz und da sollte man was draus machen! Mein Ziel ist es, am Ende meines Lebens sagen zu können, dass es ein glückliches Leben war... nie frei von Fehlern und Zweifeln, aber insgesamt glücklich! Andere Menschen haben vielleicht höre Ansprüche im Leben und wollen jetzt schon wissen, warum sie hier auf dieser Erde eben dieses Leben leben! Kein Problem, sucht weiter nach eurem Sinn! Aber ich bin mir gar nicht so sicher, ob man wirklich einen Sinn braucht zum Leben! Genügt es nicht, dass man Freunde und Familie hat - eben Leute, die einen lieben und denen man vertraut und die eigentlich die Welt bedeuten? Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen kitschig, aber so ist es doch!Kann man sich nicht damit abfinden, dass das vielleicht alles ist? Klar, auch ich, die ich hier so leger daher rede habe Angst vorm Tod und wünsche mir eigentlich ein jenseitiges Paradies, weil ich mich nicht mit dem Gedanken anfreunden kann, dass ich irgendwann sterbe und einfach nicht mehr da bin, dass Menschen die mir lieb waren einfach jetzt nicht mehr da sein sollen! Aber gerade weil ich diese Angst selbst fühle glaube ich manchmal, dass wir uns Gott und unsere Jenseitsvorstellungen einfach selbst geschöpft haben... weil es eben ein Anker bietet, an welchem man sich festhalten kann! Es macht uns das Leben einfacher und deswegen hat man sich so viele Jahre daran gehalten! Aber mit der Wissenschaft kam auch irgendwann die Ablehnung der Kirche. Auch wenn das von vielen Wissenschaftlern gar nicht beabsichtigt war. Dennoch geht der Trend momentan zum Atheismus und ich frage mich warum? Und leider finde ich Antworten darauf, die auch mir "das Glauben" schwer machen! Philosophen suchen oft andere Antwort für den Sinn allen Lebens, die unabhängig von Glauben und Kirche sind! Viele Philosophen habe unsere Gesellschaften geprägt und auch bei den Schritten hin zur Demokratie und Gleichberechtigung mitgewirkt! Ohne sie wäre all dies wohl nicht so gekommen wie es heute ist! Aber ich lebe nun im hier und jetzt, bin mit meiner Existenz eigentlich zufrieden und möchten allen in unserer Gesellschaft, die es nicht sind, sagen: Dann ändert was! Leider wäre auch das zu einfach! Immerhin gibt es viele Leute, die, sagen wir, vom Schicksal bestraft oder wegen mir vom Pech verfolgt sind! Vielleicht ergeht es mir auch noch mal so- dass ich mich echt frage, was soll ich eigentlich hier! Das is ein schwieriger Punkt, der mir auch erst im Laufe dieses Schreibens klar geworden ist! Was tun, wenn man irgendwann einfach pleite geht, verlassen wird, Unglücke geschehen etc. und keine Besserung in Sicht ist? Was sage ich Leuten in der 3. Welt oder in welchen Armutsgebieten auf der Erde, derer es genug gibt, denen es nicht so gut geht wie mir und vielleicht auch nie ging und nie gehen wird?! Das ist eine existenzielle Frage und ich merke gerade, dass ich keine Antwort darauf weiß! Kann ich diesen Menschen sagen "Seid einfach froh, dass ihr da seid und belastet euch nicht mit dem Warum?" Nein, denn diese Menschen sind vielleicht gar nicht so froh, dass sie da sind! Ich glaube, da muss ich mir noch mal meine Gedanken drüber machen! Wenn jemandem dazu was einfällt, kann er mir gerne seine geistigen Ergüsse schicken!

Ich habe die Ehre, die Philosophie jetzt mal beiseite zu schieben und erst mal zu lernen! Wenn ich wieder Zeit habe, mich damit zu befassen und neue Erkenntnisse gewinne, lasse ich es euch wissen!

29.1.07 14:42

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